CMD Therapie im Gertrudiscenter Bochum
Die CMD Funktions- und Kiefergelenkdiagnostik zählt zu den Fachgebieten unserer Zahnarztpraxis in Bochum-Wattenscheid. CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion, was eine Störung im Kiefergelenk- und Kieferbereich beschreibt. Die CMD-Behandlung kann eine Kombination aus Physiotherapie, manueller Therapie, Schienentherapie, Schmerzmitteln und gegebenenfalls einem chirurgischen Eingriff sein. Ziel der Behandlung ist die Verbesserung der Kiefergelenks- und Kieferfunktionsstörung sowie die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen.
Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) – Was ist das?
Kommt es zu einer Fehlfunktion zwischen Unterkiefer (Mandibula) und Oberkiefer welcher mit dem Schädel (Cranium) verbunden ist, so entsteht ein äußerst komplexes Krankheitsbild. Eine Anomalie im Schlussbiss, die auf vielfältige Ursachen zurückzuführen ist, was die Diagnostik oftmals erschwert.
Einfach erklärt führt diese Fehlfunktion dazu, dass die Zähne nicht mehr gleichzeitig aufeinander treffen. Bei jedem Schluckakt (ca 1.500 Mal am Tag) kommt es zu einem Abgleich, ob sich alle Zähne im Seitenzahnbereich tatsächlich gleichzeitig berühren oder nicht. Ist das nicht der Fall, versucht der Kopf diese neu entstandene Situation in die ursprüngliche zurückzuführen und gibt somit der Muskulatur den Impuls fester und länger zusammenzubeißen.Es kommt zu einer Überlastung der Muskulatur, die sich in erster Linie mit einem Spannungskopfschmerz bemerkbar macht.
Ursachen einer CMD:
Eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann aus mehreren Gründen auftreten. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Übermäßiges Zähneknirschen (Bruxismus): Übermäßiges Zähneknirschen kann zu Schmerzen in den Kiefergelenken und Kiefern führen.
- Stress: Stress kann zu abnormaler Muskelkontraktion im Kiefer führen, was zu Schmerzen und Funktionsstörungen führt.
- Ungleichgewichte der Kiefergelenke: Ungleichgewichte in den Kiefergelenken können die Gelenke übermäßig belasten und zu Schmerzen und Funktionsstörungen führen.
- Verletzungen: Kopf- und Gesichtsverletzungen können Schäden an den Kiefergelenken verursachen, die zu Schmerzen und Behinderungen führen.
- Arthritis: Arthritis des Kiefergelenks kann zu Schmerzen und Behinderungen führen.
- Schiefe Zähne: Schiefe Zähne belasten die Kiefergelenke übermäßig, was zu Schmerzen und Funktionsstörungen führen kann.
Es ist wichtig zu beachten, dass CMD oft mehrere Faktoren kombiniert, die zur Entstehung der Störung beitragen.
CMD Diagnostik – Wie kann man CMD feststellen?
Die Diagnose einer „craniomandibuläre Dysfunktion“ erfolgt mit Hilfe einer zahnärztlichen Funktionsanalyse. Viele unserer Patienten glauben, dass die Kopfschmerzen eine andere Ursache haben (wie z.B. Fehlhaltung bei der Arbeit, Migräne oder psychischer Stress). Mit einer detaillierten Anamnese ist es uns möglich, die tatsächliche Ursache zu erkennen und zu behandeln.
Klinische Funktionsanalyse
Wir untersuchen Ihre Kaumuskulatur und Ihre gesamte Mundhöhle einschließlich des Kiefergelenks und der Kontakte der Zahnflächen im Schlussbiss.
Manuelle Strukturanalyse
Diese Untersuchung umfasst ebenfalls Ihre Kaumuskulatur, nun allerdings unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Belastungssituation.
Instrumentelle Funktionsanalyse
Um Ihr Kiefergelenk nachzubauen und die vorliegende Situation zu simulieren, greifen wir auf nützliche Hilfsmittel zurück, z.B. Gipsmodelle Ihres Kiefers.
Versteckte Entzündungen
Natürlich berücksichtigen wir, dass Entzündungen nicht immer sofort sichtbar sind, darum führen wir eine verantwortungsbewusste Analyse der schmerzenden Regionen durch.
Wie wird eine CMD behandelt?
Zu den üblichen CMD Behandlungen in unserer Bochumer Praxis gehören:
Physiotherapeutische Übungen:
Manuelle Therapie:
Schienentherapie:
Schmerzmittel:
Chirurgische Behandlung:
Verhaltensänderungen:
CMD Kosten und Kostenübernahme
Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen in der Verantwortung stehen, ihre versicherten Mitglieder von Schmerzen zu befreien, zählen die oben aufgeführten Behandlungsmaßnahmen nicht zum Regelkatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine solche Behandlung. Wir empfehlen Ihnen, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Bitte lassen Sie sich vor der Vertragsunterzeichnung zuerst umfassend darüber informieren, welche Therapiekosten – auch im Zuge der CMD-Behandlung – letztendlich tatsächlich übernommen werden. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, sich mehrere Angebote unterschiedlicher Anbieter einzuholen. In unserem Team der Zahnarztpraxis im Gertrudiscenter Bochum -Wattenscheid befinden sich CMD Spezialisten, die sich mit der Diagnostik und der entsprechenden Therapie um Sie kümmern werden.
CMD FAQ
- Was ist CMD?
CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) bezeichnet eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Biss. Sie kann Beschwerden wie Kieferknacken, Kopf-, Nacken- und Gesichtsschmerzen sowie Tinnitus oder Schwindel verursachen. Eine gezielte Kiefergelenksdiagnostik hilft, Ursachen frühzeitig zu erkennen und individuell zu behandeln.
- Woran erkenne ich CMD?
Hinweise auf CMD können vielfältig sein. Typisch sind Kieferknacken, Schmerzen beim Kauen, Zähneknirschen, morgendliche Kieferverspannungen, Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden oder Ohrgeräusche. Oft wird die Ursache lange nicht erkannt. Eine funktionelle Diagnostik schafft Klarheit.
- Welche Symptome kann CMD verursachen?
CMD kann zahlreiche Beschwerden auslösen, darunter:
- Kiefergelenkschmerzen
- Zähnepressen und Knirschen
- Kopf- und Migräneschmerzen
- Nacken- und Rückenschmerzen
- Schwindel
- Tinnitus
- Gesichtsschmerzen
- Eingeschränkte Mundöffnung
Da der Kiefer eng mit Muskulatur und Haltung zusammenhängt, können Beschwerden weit über den Mundbereich hinausgehen.
- Kann CMD Kopfschmerzen und Migräne auslösen?
Ja. Eine CMD kann häufig Spannungs-Kopfschmerzen und migräneähnliche Beschwerden verursachen. Ursache sind oft überlastete Kaumuskeln und Fehlbelastungen im Kiefergelenk.
- Kann CMD Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen verursachen?
Ja. Fehlfunktionen im Kiefer können über Muskel- und Haltungsketten Beschwerden in Nacken, Schulter und Rücken auslösen oder verstärken.
- Kann CMD Tinnitus oder Schwindel verursachen?Ja, das kommt häufig vor. Ohrgeräusche, Druckgefühl oder Schwindel können mit Funktionsstörungen des Kiefergelenks zusammenhängen.
- Wie läuft eine Kiefergelenksdiagnostik ab?
Bei einer CMD-Diagnostik werden Biss, Kiefergelenke, Muskulatur und Bewegungsabläufe untersucht. Je nach Befund kann dies durch digitale Funktionsanalyse ergänzt werden. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden präzise zu erkennen.
- Wie wird CMD behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Befund. Häufig helfen:
- individuell angepasste Aufbissschienen
- Bisskorrekturen
- Physiotherapie
- Muskelentspannung
- interdisziplinäre Behandlungskonzepte
Oft lassen sich Beschwerden deutlich reduzieren.
- Hilft eine Schiene bei CMD?
Ja. Eine individuell angefertigte Funktions- oder Aufbissschiene kann das Kiefergelenk entlasten, Muskulatur entspannen und Beschwerden oft spürbar lindern.
- Was passiert, wenn CMD unbehandelt bleibt?Unbehandelte CMD kann chronische Beschwerden fördern und sich langfristig verstärken. Eine frühe Diagnostik hilft, Folgebeschwerden zu vermeiden.
- Kann Stress CMD auslösen?Ja. Stress zählt zu den häufigsten Auslösern, insbesondere durch nächtliches Zähnepressen oder Knirschen.
- Wer behandelt CMD?
Ein auf Kiefergelenksdiagnostik und Funktionsanalyse spezialisierter Zahnarzt kann CMD erkennen und gezielt behandeln – häufig auch in Zusammenarbeit mit Physiotherapie oder Orthopädie.
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